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Cham Paper Group Holding AG: Geschäftsjahr 2010: Viel Rücken- und Gegenwind zugleich

16 März 2011
EQS-Ad-hoc: Cham Paper Group Holding AG: Geschäftsjahr 2010: Viel Rücken- und Gegenwind zugleich


Cham Paper Group Holding AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis
16.03.2011 07:00

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 72 KR

- Erfreuliche Geschäftsentwicklung führt zu Volumenwachstum von 11.9% - Umsatzwachstum 8.6%, in Lokalwährungen 16.3%
- Betriebsergebnis von CHF 8.4 Mio. belastet durch Rohstoffpreise und Währungsentwicklung
- Ausschüttung von CHF 5.00/Aktie vorgeschlagen
- Vorsichtig zuversichtlicher Ausblick für 2011

Die Cham Paper Group hat 2010 einen Nettoumsatz von CHF 339.5 Mio. erzielt. Das entspricht einem Anstieg von rund 8.6% gegenüber dem Vorjahr, in Lokalwährungen 16.3%. Das verkaufte Volumen von 204'126 Tonnen Spezialpapieren lag 11.9% über dem Vorjahr und 9.0% über 2008. Damit hat sich nicht nur die Normalisierung der Marktnachfrage weiter fortgesetzt - die Cham Paper Group ist nach dem kurzen, heftigen Einbruch anfangs 2009 rasch wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt.
Wie schon im Vorjahr entwickelte sich der Geschäftsbereich Consumer Goods (47% des Gruppenumsatzes) besonders gut, im Speziellen die Produktegruppe flexible Verpackungen, die um weitere 8.5% zulegen konnte. Die Umsatzzunahme von 11.4% im zweitgrössten Bereich Industrial Release (45% des Gruppenumsatzes) spiegelte insbesondere die wirtschaftliche Erholung in der Industrie wider. Auch der noch kleine Bereich Digital Imaging (8%) legte erfreulich stark zu, dies dank inzwischen etablierter Innovationen wie das Transjet-Papier.

Die erfolgreiche Positionierung der Cham Paper Group im Markt und die rege Nachfrage nach ihren Produkten widerspiegelt sich leider nicht in der Profitabilität. Im günstigen Marktumfeld des abgelaufenen Jahres mussten einerseits rasant steigende Rohstoffpreise absorbiert werden, andererseits sah sich unser Schweizer Werk mit dem überraschend schnellen und starken Wertzerfall des Euros - die Währung seiner wichtigsten Exportmärkte - konfrontiert. Während die italienischen Werke erneut profitabler arbeiteten als im Vorjahr, reduzierten sich die Margen im traditionell ertragsstarken Schweizer Werk massiv. Das im Gesamtjahr erzielte Betriebsergebnis der Gruppe von CHF 8.4 Mio. (Vorjahr CHF 13.6 Mio.) ist deshalb trotz der überzeugenden Marktleistung enttäuschend. Das Reinergebnis der Gruppe für 2010 rutschte schliesslich infolge von Sondereffekten (Auflösung von aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen) auf minus CHF 1.8 Mio. Das Betriebsergebnis wurde durch die Währungseinflüsse um fast CHF 10 Mio. verschlechtert, das Finanzergebnis um weitere CHF 4.2 Mio.
Strategische Planung auf zwei Ebenen
Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung mussten sich deshalb zeitgleich mit zwei zentralen Themenstellungen beschäftigen: Einerseits mit der Planung zur mittelfristigen Befriedigung der steigenden Nachfrage und andererseits mit schnell greifenden Massnahmen zur Erhaltung der Profitabilität der Schweizer Produktion, insbesondere im Hauptmarkt Europa (80% des Umsatzes).

Seit Ende 2009 hat sich der Verwaltungsrat intensiv mit der strategischen Mittelfristplanung der Gruppe befasst. Geschäftsleitung und Verwaltungsrat rechnen aufgrund der starken Positionierung der Gruppe im Spezialpapiermarkt sowie der erfolgreichen Entwicklung und Markteinführung innovativer Produkte in den nächsten Jahren mit einer Steigerung der abgesetzten Volumen, welche die heutigen Kapazitäten übertreffen wird. Die Gruppe ist heute in der Lage, an allen Standorten gleichwertige 'Cham Paper-Qualität' zu produzieren, was eine flexible Planung ermöglicht. Dies dank vereinheitlichten Prozessabläufen, Verbesserungen im Qualitätsmanagement und den in den letzten drei Jahren eingeführten Standardisierungen. Gleichzeitig ist in Asien ein wachsender Bedarf nach Spezialpapieren mit attraktiven Zuwachsraten entstanden, der mittelfristig nicht aus Europa heraus gedeckt werden kann, sondern lokale Produktionskapazitäten voraussetzt.

Ausbau der eigenen Kapazität in Italien und Produktionsallianzen in Europa Im Rahmen der strategischen Produktionsplanung wurden die drei bestehenden Werke in der Schweiz und in Italien umfassenden Analysen in Bezug auf ihre zukünftige Optimierungs- und Ausbaufähigkeit unterzogen. Darüber hinaus wurde nach eingehenden Markt- und Standortabklärungen ein entscheidungsreifes Investitionsprojekt für China ausgearbeitet.
In einem Grundsatzentscheid hat sich der Verwaltungsrat dafür ausgesprochen, die Produktionskapazität in Condino schrittweise zu erhöhen, einen strategischen Ausbau des Werkes in Carmignano zu projektieren und alternativ strategische Produktionsallianzen im nördlichen Euro-Raum zu prüfen. Auch die Positionierung und Weiterentwicklung des Standortes Cham wird im Detail geprüft. Der Verwaltungsrat plant, in der zweiten Jahreshälfte ein detailliertes Gesamtkonzept für die optimale Nutzung der Marktchancen der Gruppe im Spezialpapiermarkt während der nächsten Dekade vorstellen zu können.

Fokus auf Erhaltung der Profitabilität in Europa
Die Währungsentwicklung im Berichtsjahr hat die Aktualität dieser strategischen Projekte erhöht. Die erhebliche Aufwertung des Schweizerfrankens gegenüber dem Euro hat einen negativen Einfluss auf die Profitabilität der Produktion in der Schweiz. Die Produkte des Werkes in Cham werden zu fast 100% exportiert, insbesondere in den Euro-Raum. Die über das Gesamtjahr um rund einen Drittel gestiegenen Rohstoffpreise konnten bis zum Jahresende mit knapp 10%igen Preissteigerungen teilweise und zeitverzögert weitergegeben werden. Ein ähnlicher Ausgleich konnte in Bezug auf die Währungsverluste nicht erreicht werden. Während die italienischen Werke ihre EBIT-Marge im unteren Bereich der anvisierten Spanne von 5-12% halten konnten, war dies am Schweizer Produktionsstandort nicht möglich.

Obschon die Verkaufspreise laufend weiter nach oben angepasst werden und das Verkaufsteam diese bis zu einem gewissen Grad - insbesondere in Bezug auf die Rohstoffpreise - durchsetzen kann, haben Verwaltungsrat und Geschäftsleitung Ende 2010 eine Priorisierung der strategischen Schwerpunkte beschlossen. Dabei liegt der kurzfristige Fokus auf der Steigerung der Profitabilität und der Erreichung der Margenziele in den Hauptmärkten Europas. Globales Wachstum wird erst in zweiter Linie angestrebt.

Die Expansion nach China soll in zwei Schritten erfolgen. Um die sich dort bietenden Marktchancen besser nutzen zu können, wird die Gruppe zunächst ihre Supply Chain nach Asien weiter optimieren, um die Kunden vor Ort schneller bedienen zu können. Sollte sich der momentane Markterfolg über die nächsten Jahre als nachhaltig erweisen, wird das bereits ausgearbeitete Fabrikprojekt reaktiviert.

Optimierungsanstrengungen werden 2011 Früchte tragen Die Ertragsseite der Gruppe wird 2011 bei sich stabilisierenden Rohstoffpreisen von den verzögert wirksam werdenden Preissteigerungen profitieren. Auf der Kostenseite werden sich auch die Ergebnisse der Optimierungsprojekte im Einkauf auswirken, die zusammen mit einem spezialisierten Beratungspartner über das ganze Berichtsjahr definiert und sukzessive implementiert wurden. Dazu gehören unter anderem das Poolen des Einkaufs von Zellstoff und Chemikalien gemeinsam mit anderen Papierherstellern. Zur Begegnung der Währungsproblematik konnten zudem weitere Teile des Einkaufsvolumens in der Schweiz wie Energie- und Dienstleistungseinkäufe von CHF auf EUR umgestellt werden.
Unverändert stabile Bilanz
Die Cham Paper Group verfügt unverändert über eine solide Bilanz. Dank strenger Disziplin in der Debitoren- und Kreditorenbewirtschaftung sank das Net Working Capital der Gruppe trotz der erheblichen Mengenausweitung nicht zuletzt währungsbedingt auf CHF 83.5 Mio. (Vorjahr CHF 90.4 Mio.). Die flüssigen Mittel beliefen sich per Jahresende auf CHF 61.8 Mio. Die Nettoverschuldung der Gruppe beträgt per Jahresende noch CHF 19.4 Mio., die Gearing Ratio bescheidene 9.8% (Vorjahr 13%). Die Eigenkapitalquote stieg im Berichtsjahr von 55.3% auf 57.6%.

Steuerlich vorteilhafte Rückzahlung von CHF 5.00 pro Aktie vorgeschlagen Das im Berichtsjahr erzielte operative Ergebnis der Cham Paper Group lässt keine Ausschüttung einer ordentlichen Dividende im Rahmen der 2009 definierten Dividendenpolitik zu. In Anbetracht der soliden Finanzlage, der hohen Cash-Bestände und der intakten Geschäftsaussichten schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung jedoch eine Sonderausschüttung in Form einer steuerlich vorteilhaften Kapitalrückzahlung von CHF 5.00 pro Aktie vor.

Ausblick 2011
Wir rechnen mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung der Nachfrage nach unseren Produkten. Unsere Verkaufsanstrengungen zahlen sich aus und die Produktinnovationen finden im Markt Zuspruch. Auf der Basis eines budgetierten Euro-Kurses von CHF 1.30 rechnen wir mit einer erneuten Volumensteigerung des Absatzes im mittleren einstelligen Bereich und einer Verbesserung der Profitabilität.

Heute, am 16. März 2010, findet um 09:00 Uhr im SIX ConventionPoint in Zürich eine Bilanzmedien- und Analystenkonferenz statt.
Der vollständige Geschäftsbericht (deutsch) ist abrufbar in der Investor Relations-Sektion (Rubrik 'Finanzberichte') auf unserer Website www.cham-group.com



Nachfolgend ein Auszug aus dem Geschäftsbericht 2010 (Bericht zum Geschäftsverlauf):

Die Cham Paper Group ist nach dem turbulenten Vorjahr wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der kurze aber heftige Einbruch des Vorjahres ist definitiv Geschichte. Die Nachfrage entwickelt sich in allen Geschäftsbereichen erfreulich und deutlich nach oben. Unsere Produktneuheiten kommen im Markt gut an und stimmen uns zuversichtlich in Bezug auf zukünftige Volumensteigerungen. Aber wir mussten und müssen auch mit Gegenwind fertigwerden. Die starken Preissteigerungen bei den Rohstoffen bis auf neue Rekordmarken können zwar grösstenteils mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung über die Verkaufspreise weitergegeben werden, echte Sorgen bereitet uns hingegen der starke Schweizerfranken, der die Profitabilität am Standort Cham stark beeinträchtigt.
In diesem Umfeld wurden die definierten Projekte zur Erhaltung und weiteren Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit konsequent verfolgt und umgesetzt. Gleichzeitig wurden zahlreiche Initiativen zur Beschleunigung eines innovationsgetriebenen Wachstums mit unverminderter Kraft vorangetrieben.
Die Cham Paper Group verkaufte 2010 204'126 Tonnen Spezialpapiere. Das entspricht einer Volumensteigerung von 11.9% gegenüber dem krisengeschüttelten Vorjahr, in dem das Absatzvolumen nach dem starken Einbruch zu Jahresbeginn dennoch nur um insgesamt 2.5% gesunken war. Trotzdem mussten 2010 in der Schweiz acht weitere Kurzarbeitswochen eingelegt werden. Dies insbesondere aufgrund der in den letzten Jahren stark gesteigerten Produktionseffizienz, infolge derer sich die Kapazitäten erheblich erhöht haben. In Italien war der Auslastungsgrad der beiden Werke über das ganze Jahr hinweg hoch.

Der erwirtschaftete Nettoumsatz betrug CHF 339.5 Mio., das sind 8.6% mehr als im Vorjahr. In Lokalwährungen stiegen die vorwiegend in Euro und US-Dollar erzielten Verkaufserlöse im Vergleich zum Vorjahr um 16.3%.
Die markante Aufwertung des Schweizerfrankens gegenüber den beiden Leitwährungen machte sich sowohl bei der Profitabilität auf EBIT-Stufe sowie im Finanzergebnis stark bemerkbar. Das im Gesamtjahr erreichte Betriebsergebnis von CHF 8.4 Mio. wurde durch die Währungseinflüsse um fast CHF 10 Mio. verschlechtert, das Finanzergebnis um weitere CHF 4.2 Mio. Das ist schmerzhaft und trübt die gute Marktleistung der Gruppe.
Das Werk in Cham hat seine Währungsabhängigkeit während der letzten drei Jahre kontinuierlich gesenkt. Entstand 2008 noch ein Euro-Überschuss (Erträge minus Einkäufe in Euro) von über 60%, liegt dieser Wert heute bei knapp 40%. Eine weitere Reduktion ist nur noch beschränkt erzielbar. Den Erlösen in US-Dollar von rund 10% hingegen stehen ungefähr gleich hohe Einkaufswerte gegenüber. Da die Cham Paper Group vornehmlich im Wettbewerb mit europäischen Teilnehmern steht, sind währungsbedingte Preissteigerungen nur begrenzt durchsetzbar.

Mehr Handlungsfreiheit hatte die Gruppe im Bereich der rohstoffbedingten Preisfestlegung. Diese wurde umgehend nach oben angepasst, um die explosionsartig steigenden Rohstoffkosten abzufedern, die 50% bis 60% der Herstellkosten ausmachen. Die Ausgaben für Zellstoff pro Tonne Papier stiegen in der Berichtsperiode durchschnittlich um über einen Drittel an. Für die Produktion des um 11.9% höheren Volumens wurde rund 50% mehr für Zellstoff ausgegeben als im Vorjahr. Der Geschäftsleitung und dem Verkaufsteam ist es gelungen, in einem intensiven partnerschaftlichen Austausch mit den Kunden die Verkaufspreise im Verlauf des Jahres durchschnittlich um knapp 10% zu erhöhen. Da seit dem Spätherbst eine leichte Abflachung der Kostenentwicklung feststellbar ist, sollten sich die erzielten Margen auf Euro-Basis allmählich wieder auf einem vernünftigen Niveau einpendeln.

Trotz dieses Gegenwindes sowohl seitens der Rohstoffe als auch der Währungen erwirtschaftete die Gruppe bei einer von 46.5% auf 36.7% gesunkenen Bruttomarge einen EBITDA von CHF 29.3 Mio. (Vorjahr CHF 37.3 Mio.) und einen Free Cash Flow von CHF 4.7 Mio. Dies gelang - trotz höherer Ausgaben für Verkaufs- und Marketingaktivitäten - nicht zuletzt dank einer intensiven Debitoren- und Kreditorenbewirtschaftung sowie strikter Kostendisziplin.

Im Finanzergebnis machen sich die erneut um 45% gesunkenen Zinskosten positiv bemerkbar. Die Gruppe verfügt per Jahresende über eine Nettoverschuldung von lediglich CHF 19.4 Mio. und hält CHF 61.8 Mio. an flüssigen Mitteln. In Italien konnte die Schuldenlast aus eigener Kraft weiter reduziert werden.

Trotz der bisherigen partiellen Hedgingaktivitäten wurde das Finanzergebnis durch währungsbedingte Buchverluste auf den Debitorenbeständen um insgesamt mehr als CHF 4 Mio. belastet. Ab 2011 wird die Bilanzposition Euro-Debitoren in der Schweiz zusätzlich abgesichert. Aufgrund der Währungssituation und der dadurch reduzierten Gewinnaussichten für das Werk in Cham mussten zudem aktivierte Steuerverlustvorträge in der Höhe von CHF 3.4 Mio. rückgängig gemacht werden. Dies führte insgesamt zu einem Reinverlust von CHF 1.8 Mio.

Erfreuliche Nachfrageentwicklung in allen drei Kundensegmenten Wie oben bereits erwähnt, zeigte sich das Jahr auf der Markt- bzw. Nachfrageseite sehr erfreulich. Umsatzmässig ist Europa mit 79.5% (Vorjahr 84%) immer noch bei weitem der bedeutendste Markt für die Cham Paper Group. Der Anteil des Asiengeschäfts stieg in der Berichtsperiode von 7% auf 11%, das verkaufte Volumen erhöhte sich um 48%. Die Exporte nach Amerika und dem Rest der Welt blieben mit 6% bzw. 3.5% stabil zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die drei Kundensegmente: Consumer Goods 47% (Vorjahr 48%), Industrial Release 45% (44%), Digital Imaging 8% (8%).
Im Kundensegment Consumer Goods setzte sich der Wachstumstrend auch 2010 fort, insbesondere bei den flexiblen Verpackungen für Lebensmittel. Die Spezialpapiere der Cham Paper Group setzen sich im Markt zunehmend durch. Im Berichtsjahr konnten wieder zahlreiche neue Kunden gewonnen werden, schwerpunktmässig in Europa und im Mittleren Osten. Nach über 1% Wachstum im Vorjahr stieg das verkaufte Volumen erneut um fast 12%. Auch die Bestellungen der Grosskunden im Tobacco-Bereich legten wieder zu, wobei in Europa Marktanteile gewonnen wurden und aus China immer mehr Bestellungen eintreffen. In der Produktegruppe Flaschenetiketten konnte das Sortiment weiter auf höhermargige Produkte konzentriert werden.
Im Segment für Selbstklebepapiere (Industrial Release) erhöhten sich die Verkaufsmengen ebenfalls markant. Einerseits profitierten die etablierten Kunden aus der Automobil- und graphischen Industrie von der Aufholjagd des Marktes nach der Krise und fragten mehr nach. Andererseits gelang es hier, dank der verstärkten Marketinganstrengungen und der im Vorjahr ausgebauten Verkaufsmannschaft neue, vorwiegend mittelständische Neukunden zu gewinnen, insbesondere auch in Asien. Gleichzeitig wurde die steigende Auslastung der Werke dazu genutzt, weniger differenzierende Papiersorten aus dem Angebot zu streichen.

Im noch kleinen aber attraktiven Kundensegment Digital Imaging gelang der definitive Marktdurchbruch des Transjet-Papiers im Bereich Textile Graphics. Immer mehr Textildruckdienstleister stellen ihre Produktion auf die neue Technologie um, so dass die Bestellungen jetzt ergebnisrelevante Grössen erreichen (siehe hierzu auch Seite 28 f.) Dazu gehören die etablierten Kunden der Cham Paper Group in Europa, zunehmend aber auch Neukunden in Nordamerika und Asien. Im Bereich der grossformatigen Inkjet-Papiere wurde das Sortiment ebenfalls auf die wertschöpfungsstarken Produkte und Kunden fokussiert.

Innovation sorgt für zukünftige Volumen
Auch auf der Innovationsebene kommen wir gut voran. Für das im Herbst 2009 erstmals vorgestellte Produkt Silico Premium für Selbstklebe-Anwendungen, das eine polyäthylenfreie Silikonisierung erlaubt, wurde eine ganze Reihe von Projektkunden gewonnen. Unter Mitwirkung von Spezialisten der Cham Paper Group, die als technische Dienstleister fungieren, werden jetzt vor Ort Pilottests durchgeführt. Mit diesen Pilottests verfolgen wir das Ziel, den Kunden dank der Bereitstellung von vordefinierten Maschineneinstellungen niedrigere Implementierungskosten zu ermöglichen. Das kostensparende und umweltschonende Papier dürfte ab Mitte 2011 bei mehreren Kunden standardmässig eingesetzt werden. Ab 2012 sollten signifikante Volumen generiert werden.

Ebenfalls weiter fortgeschritten ist die Entwicklung von BARnamic, einem neuartigen, umweltschonenden Verpackungspapier für die Lebensmittelindustrie. Lieferverträge mit ersten Schlüsselkunden sind bereits unterzeichnet. Zudem wurden Ende Jahr erste industrielle Maschinentests erfolgreich durchgeführt. Die Cham Paper Group wird das Produkt in der ersten Jahreshälfte 2011 offiziell lancieren, um in den bereits definierten Multiplikationsmärkten schnell Fuss fassen zu können. Mit der Aufnahme einer volumenwirksamen Produktion wird gegen Ende 2011 gerechnet.

.und für intensivere Kundenbeziehungen 
Der Wandel vom Papierlieferanten zum Dienstleister findet auch in der Marktbearbeitung statt. Die Cham Paper Group hat am 2. und 3. September 2010 zu ihren 1. Global Inspiration Days nach Luzern eingeladen. Mehr als 100 Teilnehmer aus aller Welt nahmen an diesem Anlass teil. Das Forum stand im Zeichen von Innovation und widmete sich den Kernthemen «Sustainability», «Leadership» und «Partnership». Referate, Podiumsdiskussionen und Workshops brachten Kunden mit Exponenten und Meinungen aus verschiedensten Disziplinen und mit Vertretern aus der Wirtschaft zusammen.
Einkaufsoptimierung zur Sicherung der operativen Effizienz Nach dem erfolgreichen Abschluss des Restrukturierungsprogramms Speed vor einem Jahr, bei dem vor allem die Logistikkette und interne Abläufe im Vordergrund standen, wurden Anfang 2010 gemeinsam mit einem spezialisierten Partner unter dem Namen 'SEAL' diverse Projekte gestartet, die im Bereich des Einkaufs zu Einsparungen und Verbesserungen führen sollten. Die Umsetzung der entsprechenden Massnahmenpakete inklusive der Anpassung der Einkaufsorganisation wurde bis Anfang 2011 fertig eingeleitet. Die Resultate dieser Projekte werden im laufenden Jahr ergebniswirksam.
***** Ende *****



Rückfragen und Auskünfte
Medien- u. IR-Stelle Cham Paper Group Holding AG c/o Dynamics Group, Edwin van der Geest / Philippe Blangey, E-Mail: media@cham-group.com / investor@cham-group.com, Telefon: +41 43 268 32 32 Valor / ISIN / Ticker: Namenaktien Cham Paper Group Holding AG 193 185 / CH0001931853 / CPGN
Cham Paper Group
Die Cham Paper Group ist eine führende Herstellerin von gestrichenen Spezialpapieren. Sie liefert ihren Kunden einen Mehrwert durch Funktionalitäten, die auf Oberflächenveredelungen basieren. Das 1657 gegründete Unternehmen entwickelt und produziert an ihren drei Standorten in der Schweiz und in Italien Spezialpapiere, die in den Bereichen Consumer Goods, Industrial Release sowie Digital Imaging Anwendung finden. Der Bereich Consumer Goods umfasst Papiere für flexible Verpackungen und Basispapiere für den Etikettendruck, die in der Food, Non-Food, Zigaretten-, Getränke- und pharmazeutischen Industrie verwendet werden. Den Bereich Industrial Release bedient die Cham Paper Group mit Silikonbasispapieren für Release Liner in grafischen Anwendungen, für Klebebänder und Etiketten. Für Anwendungen in industriellen Giess- und Laminierprozessen bietet sie Basispapiere für Prozess Liner an. Vervollständigt wird das Sortiment durch Facestock Papiere für die Selbstklebeindustrie. Der Bereich Digital Imaging umfasst neben grossformatigen Inkjetpapieren für Innen- und Aussenanwendungen auch Sublimationspapiere für den digitalen Textildruck. Die Cham Paper Group profitiert vom Trend zu nachhaltigen Produkten und ist dank ihrer technologischen Innovationskraft gut im Markt etabliert. Sie ist als eigenständiges Unternehmen an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert (Börsenkürzel: CPGN).






16.03.2011 Mitteilung übermittelt durch die EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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